Sybj Erdnuss - The Traveler in Panama

Ein frohes 2023! Wie bist du ins neue Jahr gestartet? Feiernd mit Freunden, zusammen mit Familie, in den Bergen, am Meer oder schlafend? Ich durfte das neue Jahr tanzend, mit einer Piña Colada in der Hand und umringt von Nebelwald in Monteverde, Costa Rica einläuten. Mal was anderes. Wenn ich so auf die vergangenen 12 Monate zurück blicke, dann standen diese im Zeichen der Veränderung und der Neugestaltung. Einfach mal ausprobieren lautete mein Motto. Nach 6 Monaten in einer temporären Arbeitsstelle packte ich im August meinen Rucksack und verbrachte Sommer und Herbst reisend, wandernd und Kajak fahrend in Skandinavien (mehr dazu findest du in meinen vorherigen Blogbeiträgen). Dann ein kurzer Zwischenstopp in der Schweiz.

Mein Rucksack stand nicht lange in der Ecke, denn Anfang November rief das nächste Reiseabenteuer. Mit einer Freundin flog ich nach Costa Rica und von da weiter nach Cartagena in Kolumbien. Nach einer Woche Sprachaufenthalt und Salsa-Unterricht erkundeten wir die Karibikküste im Norden von Kolumbien. Entspannte Strandtage und eindrückliche Wüstenspaziergänge gehörten genauso in unser Programm, wie unverhoffte Strassenblockaden und nervenaufreibende Bootstouren.

Sybj Erdnuss - In Panama
Sybj Erdnuss - In Panama
Sybj Erdnuss - In Colombia

Mitte November bestiegen wir in Cartagena ein Segelschiff in Richtung San Blas, Panama, ohne Ahnung was uns auf dieser Schiffsreise und am anderen Ufer erwarten würde. Wir liessen uns auf das Abenteuer ein und wurden nicht enttäuscht: ruhige See, tolle Mitreisende, leckeres Essen und paradiesische Inseln. Zufrieden und um eine Erfahrung auf hoher See reicher, schlugen wir in Panama City für ein paar Tage unsere Zelte auf. Doch mit Campen hatte es nichts zu tun. Wir gönnten uns ein schönes Hotelzimmer mit zwei grossen Betten, heisser Dusche und grosszügigem Frühstücksbuffet. Diesen Tagen hängten wir das Label "Luxus" um, denn in den vorherigen Wochen hatten wir uns an einen einfachen und schnörkellosen Reisealltag gewöhnt.

Nach ein paar Tagen liessen wir den "Luxus" hinter uns und reisten mit öffentlichen Bussen der Panamericana entlang. Wir wanderten durch dichte Regenwälder und auf Vulkankratern herum, verbesserten unsere Spanischkenntnisse in Gesprächen mit den freundlichen Einheimischen und genossen köstliches Essen. Panama überraschte uns positiv von Anfang bis Ende. Ja, so schön ist Panama.

Mit neuem Stempel im Pass, liess uns Costa Rica nicht weniger ins Schwärmen geraten: Strandspaziergänge, Entdeckungstouren in den zahlreichen Nationalparks in Regen- und Nebelwäldern, auf Wildtier-Safaris geführt oder auf eigene Faust. Unsere Wildtier Begegnungen wurden je länger je zahlreicher: Faultier, Tukan, Nasenbär, Leguan, Boa, Eidechse, Gecko, Krokodil, Kaiman, roter und grüner Ara, blauer Morphofalter, Rotaugenlaubfrosch, tropische Riesenameise, Arakari, Brüllaffe, Quetzal…

Sybj Erdnuss - The Traveler in Costa Rica
Sybj Erdnuss - The Traveler in Panama
Sybj Erdnuss - The Traveler in Colombia
Sybj Erdnuss - In Costa Rica

Nun sitze ich hier in San José, wo ich vor gut 2 Monaten meine Zentralamerikareise startete und reflektiere über das vergangene Jahr. Ein Jahr geprägt von Offenheit, Fernweh, Entdeckungslust, Hingabe, Loslassen und Neuanfang. Ich reiste durch diverse Länder, wanderte auf zahlreichen Pfaden, lernte Spanisch, begrüsste neue Menschen in meinem Leben und liess andere gehen. Im 2022 taten sich mir viele Möglichkeiten auf und ich traf unzählige Entscheidungen. Ich vertraute dabei auf mein Bauchgefühl, auf meine Intuition. Nicht immer wusste ich, ob meine Wahl sinnvoll sein würde. Doch solange ich es nicht ausprobierte, würde ich es nicht herausfinden. Denn Erfahrungen sind dazu da, um gemacht zu werden. Und sollte ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein, konnte ich mich anhand der neuen Erkenntnisse wieder neu entscheiden.

Eine wichtige Einsicht für mich, die ich ins neue Jahr mitnehme: Ich kann jederzeit wählen, welchen Weg ich einschlagen, was für ein Leben ich führen und was für eine Person ich sein will. Es braucht keine grossen Errungenschaften, sondern jeden Tag kleine Bestrebungen. Jeden Tag ein bisschen mehr von dem, was mir gut tut und mich glücklich macht. Das neue Jahr fängt für mich da an, wo das alte aufgehört hat: auf Reisen. Und mein Abenteuer durch Zentralamerika geht noch einen Monat weiter. Ich bin da wo ich jetzt bin, weil ich mich meine täglichen Entscheidungen hierher geführt haben. Dafür bin ich sehr dankbar.

Danke, dass du dir Zeit dafür nimmst, meine Texte zu lesen und dass du mich auf meinen Reisen begleitest. Wie war dein 2022 und was wünschst du dir fürs 2023? Welche Entscheidungen triffst du heute für dich? Mögest du ein florierendes neues Jahr erleben, das voll ist mit Menschen, die das Beste von dir zum Vorschein bringen! PURA VIDA - auf das Leben und seine Möglichkeiten!